Häufig gestellte Fragen

Wer braucht einen Herzschrittmacher?

Welche Eingriffe für welchen Patienten: bei zu langsamem Puls, der meist in höherem Lebensalter eintreten kann, durch eine Schädigung von Feinstrukturen am Herzmuskel, wird ein Herzschrittmacher eingesetzt: Dieser vermag dem Herzmuskel elektrische Impulse zu geben, wenn diese vom sogenannten eigenen Herzschrittmacher dem Sinusknoten ausbleiben oder die eigenen Sinusimpulse nicht mehr adäquat auf die übrigen Hermuskelabschnitte übergeleitet werden. 

Der Eingriff wird in Lokalanästhesie durchgeführt, dauert 45 – 90 Minuten, je nach System. Bei komplizierteren SM Systemen kann der Eingriff unter Umständen auch etwas länger dauern. Hiermit sind Spezialschrittmacher gemeint, die in den letzten Jahren entwickelt wurden zur Verbesserung der Herzleistung bei Herzschwäche (sogenannte 3 Kammerschrittmacher oder auch CRT Systeme). Defibrillatoren werden implantiert bei lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen, diese werden von den Systemen erkannt und durch elektrische Massnahmen, wie Überstimulation oder Schockabgaben beendet, so dass diese gefährlichen Rhythmusstörungen den Patienten nicht mehr in Gefahr bringen können. 

Alle diese Systeme sind mit einem normalen Leben vereinbar: das heißt die Träger dieser SM Systeme können an allen Aktivitäten des Lebens teilnehmen ohne dass das System gestört wird oder der SM den Patienten behindert.

Wie kommt es zu einem Herzklappenfehler?

Diese entstehen durch Entzündungen an Herzklappen, oder auch angeboren, durch kleinere oder größere Anlagestörungen: sie können sich mehr oder weniger auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirken. Die meisten sind nur gering ausgeprägt, so dass sie nicht operativ behandelt werden müssen: sie sollten aber regelmäßig durch Ultraschall Untersuchungen kontrolliert werden. Bei gravierenden Klappenfehlern, die dem Patienten erhebliche Beschwerden, meist in Form von Atemnot, verursachen, muß eine Klappen Korrektur OP vorgenommen werden, seltener eine Klappenreparatur, häufiger ein kompletter Klappenersatz.

Diese Eingriffe werden heute bei sehr alten Patienten mit neueren Klappentypen auch ohne offene Herzoperation vorgenommen, das ist der sogenannte perkutane (über die Leisten- oder Armarterie) Klappenersatz (TAVI). Nach einem solchen Klappenersatz  ist die frühere Leistungsfähigkeit wiederhergestellt, die Symptome, wie Atemnot, fast komplett beseitigt oder zumindest wesentlich gebessert.

Alle diese Implantate sind mit einem normalen Leben vereinbar.

 

Wie gefährlich sind meine Herzryhmusstörungen?

Die meisten der Rhythmusstörungen sind harmlos, das heißt sie stellen für sie keine Gefahr dar, im Sinne von Bewußtseinsverlust  oder auch Kreislaufzusammenbruch.

Durch EKG, Belastungs EKG, Ultraschall des Herzens, und das Langzeit EKG können wir herausfinden, ob es sich um harmlose oder weiter abklärungsbedürftige Rhythmusstörungen handelt. Wenn die Rhythmusstörungen eine erhebliche Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität bedeuten, sollten sie behandelt und/oder unter Umständen auch durch weitere Untersuchungen abgeklärt werden. Wir nennen diese Untersuchungen elektrophysiologische Untersuchungen (EPU).

Elektrophysiologische Untersuchungen:
Das sogenannte Vorhofflimmern dürfte ihnen bekannt sein: Es handelt sich um eine Rhythmusstörung, bei der das Herz seinen Takt verliert. Normalerweise arbeitet ein Herz sehr regelmäßig wie eine Uhr, bei Vorhofflimmern fällt der Sinusknoten aus, im Herzvorhof entsteht ein elektrisches „Durcheinander“, das wechselnd auf die Herzkammern übergeleitet wird, dadurch ist das Herz sehr umregelmäßig, oft sehr schnell, dieser Zustand führt zu einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle. Deshalb muß diese Rythmusstörung sehr ernst genommen werden. Je früher sie erkann wird, umso besser. Je früher sie behandelt wird, umso größer die Chance, den ursprünglichen Herzryhthmus dauerhaft wiederherstellen zu können.

Für den Patienten gilt, dass er, wenn er meint eine solche Rhythmusstörung zu haben, unregelmäßig ähnlich dem Rhythmus eines Morsezeichens, unmittelbar einen Arzt aufsuchen sollte!

Diese Art von Rythmusstörung wird bei entsprechenden Befunden und je nach Verlauf auch invasiv, das heißt durch Kathetermassnahmen, behandelt und korrigiert. Man spricht hier von Ablationstherapie. Je nach Rhythmusstörung werden hier unterschiedliche Arten der Ablation vorgenommen. Zu Detailfragen stehen wir  ihnen gerne jederzeit zur Verfügung.